das "bluten oder weinen" des Rebstockes läutet das Frühjahr ein

 

im frischen Austrieb sind schon deutlich die "Gescheine" für die zukünftigen Trauben erkennbar

 

 

Durch gezieltes entfernen von Trieben wird eine luftige Laubwand und geringe Erträge angestrebt. Hier im Bild eine junge Anlage im 3. Standjahr. Es wurden hier über die Hälfte der Triebe entfernt um den jungen Rebstock nicht zu überlasten.

 

Als eine der ersten Reb-Gemeinden Deutschlands wurde bereits 1985 im kompletten Steinbacher Tal begonnen, einen Weinbau zu betreiben der gänzlich ohne Insektizide auskommt.

Hierfür wird im Frühjahr die sehr kostspielige aber biologische "Verwirrmethode" angewand. In den Plastikampullen befindet sich ein Duftstoff der verhindert, daß sich paarungsbereite Insekten eines speziellen Rebschädlings nicht finden können. Dadurch bleibt der Schaden an den Reben sehr gering da lediglich einzelne "Zufallsbegattungen" stattfinden können.

 

 

ca. Mitte Juni findet die Traubenblüte statt. Ab jetzt spricht man erst von Trauben. Je nach Witterungsverlauf kann diese Blüte 5 Tage oder 4 Wochen dauern.

 

natürlicher Gras und Beikrautbewuchs prägt heute das Bild nicht nur im ökologischen Weinbau sondern auch im "normalen" Weinbau.

 

 50 Jahre alte Reben im Sommer, die engen Reihen wurden hier mit Stroh abgedeckt

 

reife Riesling-Trauben wenige Tage vor der Ernte

 

 

ein besonderer Größenvergleich:

Muskattrollinger in einem Jahr mit extremen Beerenwuchs 

 

ca. 4 Wochen nach der Ernte findet man je nach Rebsorte noch kleine, halbsüße Trauben die aus den Geiztrieben gewachsen sind. Diese werden im Spätherbst/Winter von den Vögeln gefressen